Lange Zeit dachten Ärzte & Wissenschaftler ein Baby würde im Bauch der Mutter nix fühlen und auf nichts reagieren. Schwangere Frauen wissen jedoch, dass ihr Baby auf keinen Fall gefühlslos ist. Sie bemerken, dass es auf ihre Stimme reagiert, bei Lärm zusammen zuckt oder anfängt zu strampeln, wenn sie Stress oder Ärger haben.
Die Wissenschaft hat dies nun auch durch zahlreiche Tests bestätigt. Ein ungeborenes Baby besitzt schon eine sehr große Fähigkeit seine Gefühle im Bauch der Mutter zu zeigen.
Ab der 6. Schwangerschaftswoche kann ein Embryo Schmerzen empfinden, ab der 12. SSW schmecken und ab dem 5. Monat sind Geschmacksempfinden sowie die schreckhaften Reaktionen ausgeprägt. Ab der 20. SSW reagiert ein Baby sogar schon auf Licht. Auch der Tatsinn und Gleichgewichtssinn des Babys ist sehr zeitig entwickelt, denn es muss seine Lage ständig ändern, je nachdem in welcher Position sich die Mutter befindet.
Die Reaktionen eines Babys erkennen Ärzte und Wissenschaftler ab dem 3. Monat über die Lippen, Finger und den Herzschlag des Kindes. Zum Beispiel wurde bei einem Test kalte Flüssigkeit in das Fruchtwasser gespritzt, worauf das Baby sehr heftig anfing mit strampeln und der Herzschlag deutlich höher wurde. Das zeigt, dass die kalte Flüssigkeit dem Baby sehr unangenehm war.
Ein Baby im Mutterleib kann seine Temperatur noch nicht selbst regeln und liegt etwa 1/10 über der Körpertemperatur der Mutter.
Auch einige Tests mit einer Nadel zeigen deutlich, dass das ungeborene Baby ab der 14. SSW auf Nadeln mit Angst- & Schmerzempfinden reagiert. Erkannt wurde dies durch die Reaktion des Babys mit einem erhöhten Puls und Herzschlag.
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