Lärm & Geräusche: Das Gehör vom Säugling bis zum Kind



Bei neugeborenen Babys ist der Geräuschpegel etwa bei 80 Dezibel, das erklärt beispielsweise, warum Babys auch bis zu einem gewissen Grad an Lärm noch schlafen können.

Jeder Säugling hat einen eingebauten Schutz vor Lärm. Das Gehirn schaltet die Umgebungsgeräusche bis 80 Dezibel aus und ermöglicht somit die benötigte Ruhe für das Wachstum.

Ab 6 Monaten sinkt der Geräuschpegel auf 60 Dezibel, nach einem Jahr auf 40 Dezibel und nach 3 Jahren auf 20 Dezibel, wie bei einem Erwachsenen.

Lachendes Baby

Kinder haben oft ein sehr gutes Gehör, welches leider ab 18 Jahren durch Verschleiß in Mittleidenschaft gezogen wird und langsam schlechter wird. Es ist somit wichtig, Kinder und Jugendliche vor dauerhaften Lärm zu schützen um den Verschleiß zu mindern.

Eine Dauerbelastung bei Babys und Kindern von 30-40 Dezibel (z.B. Straßenlärm) kann Stress oder Kopfschmerzen verursachen. Wer beispielsweise an einer Hauptverkehrsstraße wohnt sollte sich und seinen Kindern einen Ausgleich schaffen. Ein bewusster Umgang mit der Stille kann für die ganze Familie entspannend sein. Als Ausgleich eignen sich Spaziergänge im Wald hervorragend.

Auch der richtige Gehörschutz kann bei Kindern zu einem Schutz gegen Lärm beitragen.

Bei Unterhaltungen mit dem Kind ist es immer vorteilhafter, wenn Nebengeräusche wie TV oder Radio ausgeschalten werden. Auch das Spielzeug sollte gründlich auf Lärm getestet werden, indem die Eltern es selbst am Ohr ausprobieren. CD-Player für Kinder sollten mit einem Lautststärkebegrenzungssystem wie „Ear Guard“ oder AVLS ausgestattet sein.

Quellenangabe:
Inhalt: Baby und Familie, Dezember 2007
Foto: © Lucie Kärcher / PIXELIO